2006 Der Käthchenhochzeitszug

Heilbronn und der Käthchenhochzeitszug

Die Gruppe stellt sich vor


Heilbronn und Kleists "Käthchen" sind zwei untrennbare Begriffe, und so lag es nahe, daß in einer Stadt, die so vielfältige historische Stätten und Gebäude verloren hat, der Wunsch laut wurde, eine Tradition aus den dreißiger Jahren wieder aufleben zu lassen. Damals wurden im Deutschhof die Käthchenfestspiele veranstaltet, ein Teil des Kostümfundus von damals existierte noch. Und so beauftragte der Verkehrsverein Sigrid Lipp, mit Hilfe dieser veränderten Kostüme den "Käthchenhochzeitszug" neu zum Leben zu erwecken. Sämtliche Gestalten des Theaterstückes fanden sich hier wieder.

Schon bald wuchs die Gruppe, die zunächst nur gedacht war, bei historischen Festumzügen zu repräsentieren, zu einer glanzvollen Truppe mit über 35 Personen, die nicht nur mit ihren farbenprächtigen und kostbaren Kostümen, sondern auch mit höfischen Tänzen zu beeindrucken wußten: einer Gigue und einer Allemande aus der Zeit der Renaissance, einer Gavotte aus dem Barock und einem Menuett aus dem Rokoko. Die Brücke zur Kleistzeit, der Romantik, wird mit einer Francaise geschlagen.

Seit dem Festakt der 1250-Jahr-Feier Heilbronns gehören auch pantomimisch dargestellte Spielszenen zum Repertoire des Käthchenhochzeitszuges, die in sieben scherenschnittartigen Bildern Einblick in die Handlung des Theaterstückes gewähren:
1. Graf Wetter vom Strahl vor dem Femerichter
2. Käthchen trifft den Grafen Wetter
3. Käthchen träumt unter dem Holunderstrauch
4. Graf Wetter träumt von einer Kaisertochter
5. Der Kaiser erkennt im Käthchen seine Tochter
6. Die Nebenbuhlerin Gräfin Kunigunde hat ausgespielt
7. Hochzeitsfeier von Graf Wetter vom Strahl und Katharina von Schwaben

Mit ihren besonders in den letzten Jahren kontinuierlich erneuerten und ergänzten historischen Kostümen repräsentiert die Truppe auf besonders reizvolle Weise unsere Käthchenstadt im In- und Ausland.

(Stand: 2006)